Entstehungsgeschichte
Netthelp wurde als Teil des Projektes "Junior" 1999 gegründet. Das Projekt "Junior" ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln und ist Mitglied der internationalen Dachorganisation "Young Enterprise Europe". Mit dem so genannten "Juniorprojekt" soll Jugendlichen und Schülern der Alltag von Unternehmern näher gebracht werden. In der Zeit der Projektteilnahme werden Schüler zu jungen Unternehmern, die initiieren, organisieren und realisieren.
Die Schülerfirma Netthelp lief so erfolgreich, dass diese im Jahr 2000 ein Teil des Projektes "Netzwerk Lernkultur" wurde, das am 1.April 2000 ins Leben gerufen wurde und am 31. März 2005 endete. Damit endete aber nicht die Existenz von Netthelp. Netthelp läuft seitdem als eigenständige Schülerfirma weiter. "Netzwerk Lernkultur" war ein Teilprojekt im Förderprogramm "Lebenslanges Lernen" (LLL) der Bund-Länderkommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung. Ziel dieses Förderprogramms (LLL) war es die Fähigkeit der Lernenden und die Verantwortung für ihren eigenen "Lernweg" (und damit für die Organisation und Planung ihres Lernens) zu fördern.
Im Rahmen des Vorhabens sollte ein regionales Netzwerk aus verschiedenen Institutionen (regionales Lernzentrum) aufgebaut werden. Das Gymnasium Lohbrügge – der ehemalige Sitz der Schülerfirma Netthelp - war für die Koordination zuständig. Fünf Teilprojekte an zwei verschiedenen Schulen haben in Zusammenarbeit u. a. mit einer Seniorenakademie ("Haus im Park" - BegegnungsCentrum und Theater der Körber-Stiftung) mit unterschiedlichen Designs Bedingungen geschaffen, die die Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzen und sie dabei unterstützen sollten, in zunehmendem Maße die Verantwortung für ihr Lernen selbst zu übernehmen.
Das Angebot von Netthelp richtete sich in erster Linie an Bildungseinrichtungen, öffentliche Einrichtungen, gemeinnützige Einrichtungen und Privatpersonen. Mittlerweile sind die Tätigkeiten aber stark ausgebaut worden, sodass wir nun mehr auf Privatpersonen und andere Unternehmen (bei Webseiten) setzen. Konkurrenzsituationen mit Firmen, die in diesem Wirtschaftssektor tätig sind, sollen durch den besonderen Hintergrund des schulischen Bildungsauftrages ausgeschlossen werden. Der Informatiklehrer wechselte vom Gymnasium Lohbrügge zum Hansa-Gymnasium, und wir beschlossen, unseren Standort auch dorthin zu verlegen. Das Hansa-Gymnasium fördert bei Netthelp im Rahmen des schulischen Bildungs- und Erziehungsauftrages die Vermittlung von technischer und wirtschaftlicher Kompetenz. Aus schulischer Sicht ist Netthelp eine Arbeitsgemeinschaft, die interessierten Schülern aller Schulen offen steht.
Einer der großen Erfolge der Schülerfirma Netthelp war der Gewinn des Schul-Oscar der Handelskammer im Jahr 2001. Dazu ein Auszug aus einem Artikel der Bergedorfer Zeitung vom 13. Dezember 2001:
"Oscar-Verleihung in der Handelskammer Hamburg. And the Winner is: die auf Computer-Service spezialisierte Schülerfirma "Net(t)Help". In Anwesenheit von Schulsenator Rudolf Lange überreichte Handelskammer-Präses Nikolaus Schües den Schülerinnen und Schülern die von Bildhauerin Ellen Sturm geschaffene Figur des "Hamburger Schul-Oscar" samt einem Scheck über 2500 Euro."